Menu
P

 

Gesang des Harzer Rollers

Der Harzer Edelroller Gesang gliedert sich in Haupt-, Mittel- und Nebentouren. Die Theorie wie ein Harzer Roller klingen sollte, wird hier aufgezeigt. Die genauen Erläuterungen zu weiteren Klangbildern der Touren, den Bewertungen und auch Entwertungen, finden Sie in dem von Preisrichtern der DKB erstellten Buch “Gesangskanarien” (
DKB Shop). Auch die Haltung und Zucht der Gesangskanarien werden darin detailliert erklärt.
DKB Buch Gesangskanarien

Das Buch stellt für jeden ernsthaften Harzer Roller Züchter (ebenso für Züchter von Wasserschlägern oder Timbrados)  eine sehr zu empfehlende Lektüre dar.


Die Hohlrollen zählen zu den rollenden Haupttouren. Mit sattem Volumen, einer klaren Reinheit und Weichheit vorgetragen, erreichen sie eine optimale Tonlage. Der Konsonant “r” bildet die Basis, die Vokale “ü-o-u” runden das Klangbild ab. Durch den Wechsel der Vokale innerhalb dieser Tour erzeugt der Vogel  auf- bzw. absteigende Tonlagen.

Die Knorre – eine rollende Tour – gehört ebenso zu den Haupttouren. Den Anfangskonsonanten bildet das “k” oder “g”. Dann folgt “rr”. Dieser Konsont muss in jeder Gangart zu hören sein. Je nach Veranlagung des Vogels singt er als Vokal ein “ü-o-u”, wobei der Wechsel in verschiedene Gangarten eher selten ist. singender Harzer

Die Wassertouren stellen die dritte Haupttour dar. Seit 1959 sind die Wasserrollen in Wassertouren umbenannt worden. Der Grund: Es gibt neben den Wasserrollen auch noch eine Wassertour. Die Wasserrollen gehören zu den rollenden und die Wassertouren zu den leicht abgesetzten Touren.

Die Wassertour baut sich auf dem Doppelkonsonanten “bl” oder “wl” auf. Vokale sind “ü-o-u”.  Wenn man sie hört, denkt man unweigerlich an Wassergeplätscher.
Harzer Roller 88 Punkte Hahn

 

Wird der Konsonant “r” dabei mitgesungen, singt der Vogel eine Wasserrolle. Abweichend von den leicht abgesetzten Wassertouren wird dieser Konsonant zwischen dem Doppelkonsonanten “bl” oder “wl” und dem Vokal eingeblendet. Durch das leicht mitlaufende “r” enststeht die rollende Gangart.

Die Hohlklingel, eine Tour im mittleren Bereich, gehört zudem zu den leicht absetzt vorgetragenen Touren. Der “Konsonant “l” bildet hier die Basis. Als Vokale seien auch hier wieder “ü-o-u” genannt. Beides, Konsonant und Vokal, sollen von dem Sänger gleich stark hervorgebracht werden. Beim Gesang bläht der Vogel in den Intervallen der Gangart seinen Kropf.

Stark abgesetzt wird die Pfeife, eine weitere Mitteltour, vorgetragen. Das “d” ist hier der Konsonant, die Vokale “i-au-ü-o-u”. Die Abstände der Intervalle müssen somit wesentlich größer als bei den leicht abgesetzten Touren sein. Weich, tragend, klagend oder besser noch gehaucht gesungen, bilden Sie häufig auch das Schlusswort des Kanarienliedes.

Die Schockel ist in den heutigen Zuchtstämmen ganz selten zu hören. Wie ein herzhaft lachender Mensch hört sich diese Mitteltour an.  Aufgebaut wird sie aus dem Konsonanten “h” und den Vokalen “a-ü-o-u”. Sie ist selten geworden und von daher nicht zu “kultivieren”. Hier handelt es sich wohl um einen rezessiven Erbgang – es scheinen eine Vielzahl von Genen beteiligt zu sein. Stark abgesetzt gesungen, erkennt man sie unverwechselbar an den Stoß- und Pressbewegungen des Kropfes.
Champion Gesangsfarbe

Auch die Glucke gehört zu den Mitteltouren und wird stark abgestzt vom Vogel gesungen. Als Konsonanten seien hier “gl” oder “bl” genannt, als Endkonsonant “g-k-ck”, als Vokal “ü-o-u”. Sie wird meist geradlinig vorgetragen, also entweder mit einen “ü”, “o” oder “u”.

Die Klingel, eine Nebentour und leicht abgesetzt vorgetragen, besteht  aus dem Konsonanten “l” und dem Vokal “i”. Weich und zart, harmonisch abgestimmt vorgetragen, stellt sie eine Bereicherung für das Kanarienlied dar.

Die Klingelrolle, ebenfalls eine Nebentour, basiert auf dem Konsonanten “r”, hat als Vokal aber ebenso das “i”. Durch das “r” gehört sie zu den rollenden Touren.