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Haustier Hund

Gedanken zur Anschaffung eines Hundes

Die Anschaffung eines Hundes sollte niemals “aus dem Bauch heraus” geschehen. Am besten ist es, sich vorher ausgiebig mit den spezifischen Eigenheiten der ausgewählten Rasse/n zu beschäftigen. Hier sollte man seinen eigenen Lebensstil abgleichen und was man bereit ist, in den Hund zu “investieren”. Dies ist nicht nur finanziell (Rassehunde kosten gerne  über 1000,- Euro) gemeint.  Vor allem die Investition an Zeit, Ausbildung und einfach die Haltungsvoraussetzungen, sind für das Zusammenleben äußerst wichtig.

Hund und Halter sind bei einer wirklich artgerechten Haltung des Hundes am glücklichsten. Dieser Hund bekommt dann alles, was er braucht. Je nach Rasse ist da schon einiges vom Halter mitzubringen-

Trotz dieser Einteilungen in verschiedene Gruppen hat jeder Hund seine eigene Persönlichkeit. Der Charakter kann unter Umständen in einigen Eigenschaften von der jeweiligen Rasse abweichen. Verantwortlich dafür sind zum ersten die Anlagen, die dem einzelnen Tier genetisch gegeben sind. Ganz erheblich wirken sich auch seine Kinderstube sowie die weitere Haltung aus.

Ein Hund der aus dem Ausland kommt – eventuell aus einer Tötungsstation gerettet wurde – hat schon viel schlimmes erlebt. Sein Vertrauen zu gewinnen, ihn zu sozialisieren, in unsere Gesellschaft zu integrieren, stellt oft eine große Herausforderung dar. Viel Feingefühl und am besten auch vorbestehende Hundeerfahrung sollte hier mitgebracht werden. Diese Hunde haben meist ein sehr gutes Sozialverhalten ihren Artgenossen, weniger aber dem Menschen gegenüber. Dass Menschen sich nicht nur schlecht ihnen gegenüber verhalten, müssen sie erst noch lernen. Unter Umständen  dauert es lange bis der Hund Vertrauen entwickelt.

Vom Kauf eines Rassewelpen bei dem die Herkunft nicht nachvollziehbar ist, die Eltern nicht vorhanden sind oder man eine nicht artgerechte Haltung feststellt, sollte man generell Abstand nehmen. Hier handelt es sich oftmals um  Vermehrer, die sich mit der Zucht der Rassen die gerade “in” sind, eine goldene Nase verdienen. Die Zuchthündinnen werden unter widrigsten Umständen als Gebärmaschinen gehalten. Oftmals sind die Welpen durch die schlechte Haltung zumindest geschwächt oder schon krank. Dass der Hund wirklich rasserein ist, ist nicht gewährleistet.
Beim Kauf sind die Welpen weit preiswerter als ein Rassehund mit Stammbaum. Aber diese Ersparnis relativiert sich, legt man sie doch später als Tierarztkosten drauf. Und weit mehr.

Bei der Entscheidung für einen  Rassehund sollte man sich Zeit lassen und einen guten Züchter suchen. Ein wirklich guter Züchter erkennt auch die Veranlagung seiner Welpen und wird den jeweils geeigneten Welpen mit aussuchen. Dies ist schon eine gute Basis für ein harmonisches Miteinander.

Bei einem Mix aus zwei Rassen ähnelt der Hund in seinen Eigenschaften am ehestem dem Elternteil dem er am ähnlichsten sieht.  Bei einem Mix aus mehreren Rassen handelt es sich natürlich um eine Wundertüte.  Viele wundervolle Hunde sind so entstanden. Eine gute Idee bei der Anschaffung eines erwachsenen Hundes ist auch der Besuch eines regionalen Tierheims. Grade nach den Urlaubszeiten sind sie oft überfüllt.

Immer jedoch hat man die Aufgabe und Pflicht die Entwicklung seines Hundes zu lenken und ggf. korrigierend einzuwirken. Der Besitzer trägt die Verantwortung, seinem Hund ein artgerechtes Leben zu bieten und  ihn nicht als Machtinstrument zu missbrauchen.